Sporting Lissabon – BVB 18.10.2016

Eitel Sonnenschein in Lissabon und ein bisschen Unsporting

…dann die Oma tot…Borussia Dortmund International

Alles bestens mit meiner Oma, aber wie bringt man ihr mal wieder bei, dass man jetzt für drei Tage nach Lissabon fliegt, nur wegen Fußball. Etwas Unverständnis kommt da natürlich wie immer auf.

Anreise

Auch zum Spiel gegen Lissabon fanden sich wieder mehrere Mainborussen, die bereit waren Urlaub zu nehmen um unseren BVB international zu vertreten. Insgesamt waren wir diesmal zu fünft und zwei zusätzliche Gäste, die sich unserem Fanclub hoffentlich bald anschließen werden. Aufgrund der Flug-Buchungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgten unsere Anreisen auch etwas unterschiedlich. Meine Gruppe war wieder zu dritt am Start, Montag früh um 01:00 Uhr aufstehen, packen, ab ins Auto, Treffpunkt 03:00 Uhr in Rodgau. Weiterfahrt zum Flughafen Frankfurt Hahn, 07:00 Uhr Abflug.

Jetzt wäre eigentlich genau die Zeit gekommen, um etwas Schlaf nachzuholen. Aber zu meinem Bedauern stellte ich direkt nach betreten des Fliegers fest, dass wir dieses mal wirklich Pech hatten mit der Sitzwahl bei unserer irischen Airline. Letzte Reihe, genau vor den Toiletten. Beinfreiheit war nicht vorhanden, die Rückenlehne extrem gerade, eine Schlafposition zu finden war ungefähr genauso schwierig wie früher in der Schule. Naja, wer Holzklasse bucht, bekommt sie eben manchmal auch. Drei Stunden können ziemlich lange sein bei so einem Flug, aber mit gutem deutschen Hörner-Whiskey als Startpilot sollte auch diese Zeit vorbeigehen. Immer mal wieder ein nettes Gespräch mit anderen Fans, die ihren Weg zielgerichtet in die zwei Kabinen hinter uns suchten um ihren morgendlichen Geschäften nachzugehen und dabei nette Duftwolken hinterließen, verging die Zeit fast wie im Flug. Mein Kumpel neben mir schaffte es tatsächlich, irgendwie Schlaf zu finden, musste aber scheinbar ziemlich schlecht geträumt haben, denn nach dem Aufwachen saß für kurze Zeit der Sensenmann neben mir. Kreidebleich im Gesicht und leicht schwindlig wie er war, kümmerten wir uns natürlich sofort um ihn. Die Medizin aus der grünen Flasche war dummerweise schon leer, also gab es halt etwas zu essen und eine Cola für ihn. Als eigenartig befand er es, dass ihm dass immer nur bei dieser Airline passiert. Ich vermute eher, dass es vielleicht an der guten Luft in unserer Umgebung lag, aber vielleicht sollte er in Zukunft auch einfach mal auf den guten Kräutermix aus deutscher Produktion setzen, da wir zwei anderen das blühende Leben waren.

MBA Flug LissabonAnkunft

Angekommen in Lissabon erwartete uns eine junge wirklich hübsche Portugiesin, die früher mal in Deutschland studiert hat, eine Beziehung mit unserem Übelchen hatte und zu der noch Kontakt bestand. Wie sich etwas später herausstellte, hat sie am 19.12. Geburtstag, wenn das nicht ein Zeichen sein sollte. Dank ihr war es ein leichtes in unseren Bezirk zu kommen. Vorher gingen wir noch in einer kleinen gemütlichen Bäckerei in der Nähe des Hotels frühstücken, die ihr Handwerk vortrefflich verstand und von nun an jeden Morgen unsere Grundlage für den Tagesablauf bilden sollte. Über unsere neue Freundin erfuhren wir auch etwas über portugiesische Einkommensverhältnisse, da die Frühstücksrechnung wirklich sehr gastfreundlich war. Danach konnten wir unser Zimmer beziehen und waren wirklich froh, dass sie uns das Hotel im Vorfeld empfohlen hatte. Ein tolles Zimmer für drei Leute, das Bad sehr luxuriös und für 25,- € die Nacht wirklich ein Schnäppchen. Bis auf einen von uns waren wir alle in diesem Hotel untergebracht und dessen Hotel entpuppte sich als nicht ganz so schön bei einem teureren Preis. Aber egal, was nimmt man nicht alles für Borussia in Kauf.

Mainborussen in Lissabon

Mainborussen in Lissabon

Später gingen wir noch ins elterliche Restaurant unserer Reiseführerin, wo ich für mich persönlich später mit gemischten Gefühlen wieder hinausging. Gehobene Klasse, Preisniveau wie bei uns, nettes Ambiente, ein sehr leckerer luftgetrockneter Schinken, Presunto Serrano, und toller Käse als Vorspeise. Aber der Hauptgang war dann irgendwie etwas ungewöhnlich. Einen Teller gebratenes Schweinefleisch, für meinen Geschmack einfach viel zu zäh, mit etwas Knoblauch gewürzt und schlechte Pommes dazu. Mehr gab es nicht, kein zusätzliches Gemüse oder irgendwas zur Aufwertung bzw. Abrundung. Der Vorspeisesalat meines Freundes bestand nur aus Tomaten, aber das war wohl ein Missverständnis. Der Fisch wiederum muss sehr gut gewesen sein. Mich hat dann meine Cola etwas irritiert, da diese als Dose gebracht wurde und dann in das schöne Rotweinglas eingeschenkt wurde. Solche Vorgehensweisen sind halt üblich und deswegen hebt sich auch einfach die deutsche Gastronomie von anderen ab. Bei uns ist alles etwas abgerundeter bzw. besser aufeinander abgestimmt, insbesondere das Essen. Das ist hier schon ein bisschen jammern auf hohem Niveau, denn immerhin ist das portugiesische Essen wesentlich besser als die Mahlzeiten für die Affen von der Insel 🙂 Meine zwei Freunde waren mit ihrer Flasche Rotwein besser aufgestellt und zu unserer aller Überraschung wurde aus der Bestellung eines kleinen Benedictine als Digestif eine größere Herausforderung, da scheinbar kein Eichstrich am Brandy-Schwenker angebracht war und ziemlich bündig ausgeschenkt wurde. Mit Schwenken war da nichts mehr, aber auch das ging runter.

Hard Rock Cafe Lisboa

Leider musste unsere Freundin dann arbeiten gehen, so dass wir dann auf eigene Faust loszogen. Unterwegs trafen wir schon die ersten Schwarz-Gelben in der Satdt und wir tauschten ein paar Worte über Sehenswürdigkeiten aus. Aber unser Ziel war das Hard Rock Cafe Lisboa um ein Shirt als Souvenir zu kaufen. Und dann ab in die Bar, hier fand ich mein Zuhause, eine gut ausgestattet Bar. Uns begrüßte Barkeeper Wilson, dem eine gewisse Ähnlichkeit mit Auba nicht abzuweisen war und der ebenso ein spaßiger Zeitgenosse war. Bei der schwierigen Herausforderung einen süßen Rotwein zu servieren, traf er leider nicht ganz den Geschmack, so dass der Chef persönlich noch mal eine andere Sorte bringen musste. Stilvoll überprüfte er noch mal das Glas, schenkte elegant einen großzügigen Probierschluck ein, nahm noch mal eine Augen- und Geruchsprobe und überließ dann das Glas unserem Besteller mit der freudigen Erwartung, ob der Wein zusagt. Mit einem kräftigen Schluck wurde die Hälfte kurz und schmerzlos runtergekippt, Daumen hoch, „it’s good“. So bewertet man einen Wein richtig. Ich fand einen interessanten Cocktail mit einer Pressstempelkanne, die unsereins eher vom Kaffee her kennt, und dachte mir, das muss ich probieren. Eine Art Swimming Pool vervollständigte unsere Bestellung. Das Auspressen der Beeren in der Kanne wurde ausgiebig probiert, die Welt war in Ordnung, die Auswirkungen des Alkohols meiner zwei Kollegen machten sich so langsam bemerkbar.

Hard Rock Cafe Lisboa

Hard Rock Cafe Lisboa

Ein gemütlicher Abend

Guter Laune setzten wir dann unseren Weg fort, uns wurde ein Besuch des Miradouro de São Pedro de Alcântara empfohlen. Hierzu konnten wir den Elevador da Glória benutzen, eine Standseilbahn, was wir jedoch aufgrund des Preises von 3,90 € für ca. 300 Meter ablehnten. Die Bahn ist allerdings für einen bestimmten Zweck vorhanden, wir wir schnell feststellten, denn die Steigung von ca. 18% hatte es in sich, das kurze Stück Weg kam uns vor wie zwei Kilometer. Ein Sauerstoffzelt an der Spitze wäre hier mal eine gute Idee. Oben angekommen erwartete uns ein kleiner Markt mit einem Aussichtspunkt. Für uns ging es direkt zum ersten Getränkestand, der an diesem Abend noch einen guten Umsatz mit uns verbuchen sollte. Neben einem heimischen Brandy, der grauenhaft schmeckte, entdeckten wir für uns das Nationalgetränk unseres 17. Bundeslandes, es wurde zwar nicht in Eimern serviert, aber war immerhin eine tolle Erfrischung. Zusätzlich hatten sie für unseren deutschen Hörnerwhiskey sogar extra eine Maschine um ihn mit angenehmen -18° zu servieren. Die Aussicht über Lissabon war von diesem Punkt übrigens auch klasse. Es gesellten sich später noch Moni und Holger von befreundeten Fanclubs zu uns und es wurde ein richtig lustiger Abend. Etwas beeinflusst vom Alkohol entdeckte ich später auch noch eine schöne Aussicht der Berge, die ich mit ordentlich gestapeltem „Holz vor der Hütte“ assoziierte. Leider habe ich das wohl etwas zu laut vor mich hingedacht und ausgerechnet diese Frau verstand deutsch, so dass schnell die Jacke geschlossen wurde. Naja, immerhin sorgte mein Spruch für ordentlich Belustigung am Tisch. Ungefähr fünft Stunden später, mittlerweile war es schon dunkel, und mit einer Getränkerechnung von fast 100,- €! machten wir uns wieder den Weg in die Stadt hinunter.

Miradouro de São Pedro de Alcântara

Wir gingen noch etwas Essen und trafen dann weitere befreundete Fans, die verspätet angekommen sind, da ihr regulärer Flug aus Deutschland ausgefallen war. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch ein tolles Haus, in dem alle Fenster beleuchtete Legenden von Benfica Lissabon, dem Stadtrivalen, zeigten. Bei dem ein oder anderen Bier verbrachten wir noch etwas Zeit und kamen dann wirklich spät und etwas wackelig in unserem Hotel an.

Das Meer

Am nächsten Morgen dann die Quittung für den Vorabend, Kater und Kopfschmerzen…es stieß dann ein weiterer Mainborusse zu uns, der am Vorabend zu spät angekommen war. Dessen Hotel war allerdings ein Reinfall, wie er uns berichtete. Im Zimmer neben uns war auch noch ein Mainborusse mit Familie, die allerdings auf eigene Faust noch etwas von Lissabon sehen wollten und schon unterwegs waren. Also gingen wir zu viert wieder zu unserer Bäckerei frühstücken und machten uns danach auf den Weg in die Stadt bzw. zum Meer, damit wir wenigstens mal dort waren. 23° Sonnenschein, ein Bier in der Hand und die schöne Brise des Meeres, so ließ es sich leben. Hier und da noch ein Erinnerungsfoto, dann zurück ins Hotel und ab zum Treffpunkt Rossio.

die vier Daltons am Meer

Daltons am Meer

Treffpunkt Rossio

Angekommen am Rossio, einem schönen großen Platz im Zentrum der Stadt, der auch ein beliebter Touristenpunkt ist. Es waren schon ein paar hundert Borussen versammelt, fast alle im gleichen Trikot, welches vorher vom Bündnis Südtribüne organisiert wurde, was ein tolles Bild abgab. Die umliegenden Kioske hatten an diesem Tag einen starken Absatz an Bier, wir besorgten uns ebenfalls noch ein paar „Schachteln“. Die Sonne strahlte über uns, weit und breit nur schwarz-gelb, ausreichend Bier, Borussen-Herz, was willst du mehr, ideale Voraussetzungen für einen tollen Fußball-Abend. Etwas schade fand ich es, dass sich nicht mehr Leute am Rossio eingefunden haben, denn das waren auf jeden Fall nicht alle Borussen. Unser letztes Mitglied fand dann auch noch seinen Weg zu uns, zusammen mit seiner Schwester und dem Vater, so dass wir jetzt endlich vollzählig waren.

MBA am Rossio

MBA am Rossio

Zum Stadion

Dann ging die Reise zum Stadion los, Sonder-U-Bahnen wurden eingesetzt, die natürlich voll besetzt waren. Angekommen an der Station vorm Stadion merkten wir dann gleich, dass die Polizei uns nicht gerade freundlich behandelte. Für dringende Bedürfnisse war nicht vorgesorgt, das viele Bier, kombiniert mit der langen Fahrtzeit, wollte jedoch raus. Männer fanden ihren Weg, für Frauen war das jedoch kein leichtes Unterfangen. Und nach einer gefühlten Stunde konnten wir dann endlich zum Stadion marschieren, flankiert von der Polizei, abwechselnd mit Schild oder Shotgun. Jede Abweichung von der Straße wurde sofort unterbunden, auch wenn man sich nur kurz auf den Bordstein stellen wollte. Die 500 Meter zum Stadion dauerten ebenfalls sehr lange, bestimmt 30 Minuten, dann kam noch die Einlasskontrolle, bei der immer nur eine gewisse Anzahl an Leuten vorgeholt wurde. So dauerte auch dieser Prozess ewig, bestimmt noch mal fast eine Stunde. Die Frauen wurden derzeit nach vorne geholt, da so eine lange Zeit ohne entsprechende Örtlichkeiten wirklich eine Zumutung ist. Alles in allem verlief der Weg zum Stadion aber ansonsten eigentlich gesittet ab, mal abgesehen davon, dass wir ziemlich lautstark auf uns aufmerksam machten, was aber eben einfach dazugehört bei solchen Märschen.

Estádio José Alvalade XXI

Das Stadion Estádio José Alvalade XXI von Sporting Lissabon könnte auch von dem bekannten größten Spielzeughersteller der Welt aus Dänemark erbaut worden sein, da es von außen wie ein Mosaik aus sehr viele kleinen bunten „Steinchen“ wirkt und innen ebenfalls viele bunte Sitze verbaut sind. Auffällig ist ansonsten noch das geschwungene Dach, durch das es sehr modern wirkt, und eine markante gelbe Stütze, die wie ein Bugspriet an einem Schiff wirkt. Unsere Plätze befanden sich im Unterrang und Oberrang, oben wurde uns eine gute Sicht auf das spätere Spielgeschehen gewährleistet. Noch etwas warten, dann sollte es endlich losgehen.

Estádio José Alvalade XXI

Estádio José Alvalade XXI

Spielverlauf

Sporting präsentiert eine kleine Choreo zu Beginn des Spiels unter dem Motto „Are You Ready“ in Verbund mit einem hochgezogenem Banner, dass die Initialen von Sporting Clube de Portugal, SCP mit dem verweis „History and Pride“ darstellte. Die Choreo ging allerdings etwas unter, da auf unserer Seite ordentlich Pyrotechnik gezündet wurde, was ebenfalls ein schönes Bild abgab.
Nun begann ein munteres Spielchen, mit einer kleinen Chance für Sporting gleich zu Beginn, Auba nutze dann jedoch gleich seine erste Chance und netzte in der neunten Minute zum 0:1 ein. Schön durchgesetzt, frühe Führung, Auswärtstor, wunderbar. Danach waren wir dann die klar spielbestimmende Manschaft, es boten sich genügend Chancen zum Ausbau der Führung, aber auch Sporting hatte immer wieder gefährliche Konter. Glück dann in der 39. Minute als für Bürki ein Foul gepfiffen wurde und der Ball im Netz landete. Dann die 43. Minute, 0:2 durch Weigels erstes Tor überhaupt als Profi. Glückwunsch. Nach dem Seitenwechsel drehte sich dann das Spiel, Sporting übernahm die Führung, wir verloren den Faden. Wir merkten, dass uns unsere Mannschaft jetzt dringend brauchte und sangen so laut, wie es unsere Kehlen zuließen. Der Anschlusstreffer war bei diesem Spielgeschehen nur noch eine Frage der Zeit, in der 67. Minute war es dann auch soweit nach einem unglücklichen Rückpass zu Bürki, der zu einem indirekten Freistoss im Strafraum führte. nur noch 1:2. Jetzt war Feuer im Spiel, gleich im Anschluss gab es noch einen knappen Kopfball von Sporting, puuhh. Es wurde dann auch etwas hektisch, der Fairplay-Gedanke ging verloren, da Sporting auch bei Verletzungen einfach weiterspielte. Ein ins Aus gespielter Ball wurde nicht etwas an uns zurückgegeben, sondern es wurde einfach weiter gepresst. Hier wurde Sporting zu „Unsporting“. In der 78. gab es dann noch einen Lattenkracher von Pulisic, das wäre es wahrscheinlich gewesen…aus meiner Stimme musste ich nun die letzten Kräfte mobilisieren, wie auch der BVB auf dem Rasen, der Gästeblock gab einen beeindruckenden Lärmpegel von sich. In der 83. hatten wir noch mal Riesenglück nach einer scharfen Hereingabe, dass es nicht zum Ausgleich kam. Nun ging es nur noch nach dem Motto „immer weiter und lauter, Borussia“, die Spieler auf dem Rasen gaben ihr Letztes und wir sorgten für lautstarke Unterstützung. Weiter Zittern, eine unendlich lange Nachspielzeit und dann letztlich auch mit ziemlich Glück das Spiel gerade noch so über die Zeit gerettet. Bedenkt man jedoch die Zusammensetzung der Mannschaft, so war es wirklich eine grandiose Leistung. Und nun steht die Tür zum Achtelfinale weit offen.

MBA & Friends im Stadion

MBA & Freinds im Stadion

Abmarsch

Nach dem Spiel, das übliche Spiel, dieses Mal eine relativ kurze Blocksperre, dann endlich durften wir raus. Auf dem Weg zur U-Bahn-Station ging es dann sehr schleppend voran, unser Tross bewegte sich immer 50 Meter, dann wurden wir wieder durch die Polizei angehalten. Auch jetzt wieder keine Möglichkeiten zum Wasser lassen, bloß nicht den Pfad verlassen etc. so ein Marsch ist schon ziemliche Schikane. Auch die U-Bahn fuhr nicht gleich ab sondern wartete noch ein gefühlte Ewigkeit, bis genügend kleine Grüppchen nach unten in den Bahnhof gelassen wurden, so dass diese eigentlich überfüllt war. Ohne Zwischenhalt ging es dann wieder zum Rossio, wo die verschiedenen Fangruppen und -clubs wieder ihrer Wege gingen. Wir besorgten uns noch etwas zu Essen und trafen uns wieder mit den anderen Freunden auf ein gemütliches Bier. Für mich ging der Abend jetzt jedoch schnell zu Ende, die Müdigkeit setzte ein und ich verabschiedete mich aus der Gruppe, die noch etwas mehr Zeit miteinander verbrachten.

Abreise

Immerhin ging unser Flug auch am nächsten Tag um 09:40 Uhr Ortszeit, das Aufstehen klappte dann auch problemlos. Ab zum Flughafen, rein in den Flieger und los geht’s. Glück hatte ich mit meinem Platztausch, denn meine Reihe war komplett leer und somit konnte ich das erste mal in der Holzklasse die Füße hochlegen und entspannen. So wenn es immer wäre bei diesen Billig-Airlines…in Deutschland dann natürlich der Wetterschock, a…kalt und ungemütlich. Aber egal, man freut sich irgendwie auch wieder in der Heimat zu sein. Noch ein paar Stunden Autofahrt und dann gab es endlich wieder ein gescheites Vesper, wie habe ich das vermisst.

Fazit

Auf jeden Fall ist Lissabon für internationale Spiele sehr empfehlenswert, eine tolle Stadt, freundlich Menschen und natürlich tolles Wetter. Im Gegensatz zu Warschau kann man hier ein paar schöne und entspannte Tage verbringen. Ich hoffe, der Spielplan führt uns die kommenden Jahre mal wieder dorthin.

M. Schaber

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